Der Blautopf

Hier erlebt man sein blaues Wunder! Der Blautopf in Blaubeuren. Deutschlands zweit-wasserreichste Karstquelle. Was in der Theorie wahrscheinlich nur für Geologen interessant klingt, ist in der Praxis ziemlich spektakulär. Der Blautopf heißt nämlich nicht nur so, sondern ist sogar blau.

Aber von vorne: Für einen gemütlichen Tagesausflug hat es uns nur eine halbe Stunde westlich von Ulm nach Blaubeuren verschlagen.  Die kleine Stadt mit ihren Fachwerkhäusern ist berühmt für ihre türkisblaue Karstquelle „Blautopf“, das Benediktinerkloster und das Urgeschichtliche Museum, in dem Funde aus den Höhlen der Region ausgestellt sind. Ihr mittelalterliches Gesicht hat sich bis heute nicht wesentlich verändert.


Das Kleine Große Haus ist ein bauhistorisches Juwel in Blaubeuren und zählt zu den auffallendsten Gebäuden der Blaubeurer Altstadt. Es war schon zur Zeit seiner Erbauung 1483 ein herausragendes Bauwerk. Durch jahrelange Renovierungsarbeiten ist es gelungen, die Einzigartigkeit des Gebäudes wieder zum Vorschein zu bringen und es als Bürger- und Kulturhaus erlebbar zu machen.


Ein Teich voller Tinte: der Blautopf

Der Blautopf, eine Quelle am Ortsrand von Blaubeuren mit etwa 40 Metern Durchmesser, ist eine Quelle, bei der versickertes Wasser aus dem Karstgestein der Schwäbischen Alb und aus dem dahinterliegenden, weit verzweigten Höhlensystem wieder an die Oberfläche tritt. Das Schöne am Blautopf ist, dass die Quelle in einem irren Tiefblau-Türkis leuchtet – es sieht in echt wirklich so aus wie auf den Fotos!

Wie sollte es auch anders sein, zahlreiche Märchen und Mythen ranken sich um den Blautopf, unter anderem die Geschichte des Dichters Eduard Mörike „von der schönen Lau“ – einer Wassernixe, die in den Tiefen des Blautopfs leben soll.

Zum Schluss sind wir auch noch mal richtig aktiv geworden, da wir der übermäßigen Besuchercrowd entfliehen wollten. Eine sehr beliebte Wanderung ist die auf den Blaufelsen, der Blaufelsenstieg führt durch den Wald hinauf auf eine Anhöhe oberhalb des Blautopfs. Doch wir entschieden uns für etwas anderes, abseits gelegen von den Touristen, kaum beachtet: der Knoblauchfelsen.

Das Biotop liegt außerhalb von Blaubeuren, Richtung Gerhausen bei der Ruine Hohengerhausen und dem Rusenschloss. Auf einer spektakulären, schwindelerregenden Felsformation hat man von dort oben eine einmalige Aussicht auf den Fluss die Blau und Blaubeuren mit seinen Fachwerkhäusschen.

Der perfekte Abschluss eines perfekten Tages.

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