Nass aus Tradition: Gautschfeier

Ruppiger Brauch: Ein historisches Spektakel, das auf das 16. Jahrhundert zurückgeht, wurde erst vor kurzem einem interessierten Publikum bei einer Gautschfeier auf dem Maxplatz in Bamberg geboten.

Das Gautschen stammt aus dem 16. Jahrhundert. Damals wurden die Gesellen der sogenannten schwarzen Zunft mit der Taufe symbolisch von „Unfug, Fehlerhaftigkeit, Murkserei und Hudelei“ der Lehrzeit reingewaschen. Insgesamt 17 Jugendliche wurden zunächst auf einen Schwamm gesetzt, bekammn einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf geschüttet und wurden anschließend in voller Montur in ein Wasserfass geworfen: die Gautschfeier der Mediengruppe Oberfranken. Die Kornuten (=Gautschlinge) sind die Auszubildenden, die mit dieser Zeremonie sozusagen ihren Gesellenbrief erhalten.

Einige schienen jedoch sehr an ihren Fehlern zu hängen, denn als die sogenannten Packer sich die Auszubildenden schnappen wollten, versuchten ein paar, die bereits auf den Schwamm gesetzt wurde, die Flucht zu ergreifen. Anderer hielten sich an dem Stuhl fest, in der Hoffnung dem kalten Nass noch etwas entgehen zu können.

Am Ende waren jedoch alle Versuche zwecklos und die Azubis durften sich bei den heißen Temperaturen über die Abkühlung freuen. Wer sich gewehrt hatte, wurde sogar ein paar Mal öfter unter Wasser getaucht. 

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