Alle Jahre wieder

An Pfingsten ist es immer soweit. Seit Jahren treffen sich meine Familie und zahlreiche Freunde für eine Woche zum gemeinsamen Wandern und Radfahren immer in einem anderen Tal der Dolomiten/Südtirol. Diese Jahr ging es für uns in das Biathlonmekka Antholz! 

Das Tal, das eher für Biathlon bekannt ist, wird nun für die nächsten sieben Tage von uns zu Fuß und auf dem Mountainbike unsicher gemacht. Dieses Mal ist unsere Truppe auch rekordverdächtig groß: ganze 18 Leute!
Bereits unsere Anfahrt ist abenteuerlich. Papa liebt es neue Wege zu erkunden, weshalb wir bewusst nicht wie jedesmal über den Brennero fahren sondern über Landstraßen nach Kitzbühel weiter zum Staller Sattel unserem Ziel näher kommen sollen.

Oben am Staller Sattel allerdings – noch 10 Minuten von Hotel enfernt (!) – entdecken wir ein ganz besonderes Schild: von der 15. bis zur 60. Minute jeder Stunde ist es verboten den Pass hinunter ins Antholzertal zu fahren; Wir haben 19:17 Uhr…

Da Timing noch nie unsere war Stärke, warten wir brav vor der Ampel, selbst als an uns um 19:20 Uhr noch zwei verrückte Italiener vorbei rauschen. „Pünktlich“ um 20:01 Uhr schaltet die Ampel dann endlich auf grün und wir kommen selbst noch zum Abendessen rechtzeitig… und natürlich zum großen Wiedersehen!

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Die ersten Tage lassen wir uns selbst vom Regen nicht abhalten. So erkunden wir eben eine Hütte nach der anderen und haben trotz schlechtem Wetter eine mords Gaudi – denn die Stimmung ist das Letzte was unter dem Regen leidet.

Doch ein Pfingsturlaub bei den Nowaks ohne Katastrophe ist kein richtiger Pfingsturlaub. Dieses Mal erwischte es das Familienoberhaupt: gleich am ersten Tag bei dem ersten Anstieg bricht eine Speiche von Papas Rad. Aber wer ihn kennt, weiß, dass er unmöglich tatenlos rumsitzen kann. Er umgarnte die Männer vom Radladen gegenüber, die selbst professionelle Radsportler sind, und erreichte, dass sie sein Rad selbst an ihrem freien Tag innerhalb weniger Stunden reparieren.

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Mittlerweile zieht auch der Regen weiter, doch die Sonne lässt weiterhin auf sich warten. Bei solch einem Wetter sind wir stets die einzigen unterwegs. Keine Menschenseele begegnete uns auf unseren Touren, dafür zahlreiche Tiere: Kühe, Pfauen und Rehe bekomme ich vor die Linse!

Wir arbeiten uns von Tag zu Tag durch das Tal. Vom Biotopwanderweg, über den Klammbacher Wasserfall, vorbei am Antholzer See, den Erdpyramiden und den zahlreichen Ruinen von Rasen radeln wir Berg hoch, Berg runter – und endlich auch mit der Sonne im Genick!

Auch für eine Fahrt mit den Lift hinauf zum Kronplatz war Zeit… um dann die 1.400 Höhenmeter hinunter auf dem Herrensteig den Bikepark zu erkunden.

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Trotz ausgefeilter Routenplanungen ist es selbstverständlich notwendig immer wieder eine kleine Pause einzulegen, natürlich nur um in die Karte zu schauen – zur Sicherheit!

…und wer sein Fahrrad liebt, der schiebt es! So ist auch unsere Devise, als wir plötzlich vom Wanderweg abkommen und uns auf einen Klettersteig befinden. Da war Fahren unmöglich, vor allem hinauf! Da soll noch jemand sagen, beim Radfahren wird nicht der ganze Körper beansprucht 😉
Der Schweiß tropft, die Arme schmerzen, doch die Laune steigt! Vor allem, wenn man Papa dabei hat…

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An unserem letzten Tag entdeckten wir auch im Wald eine MTB-Strecke, die noch in Arbeit war und jetzt nach ein paar Wochen nach unserem Urlaub eröffnet wurde! Wir haben uns natürlich eine Fahrt auf der Dirtbahn nicht nehmen lassen und haben es als erstes testen dürfen!

 

Pfingsturlaub Antholz from Piarazzi on Vimeo.

Es sind zwar nur sieben Tage, doch die Eindrücke und Erlebnisse die man aus der Zeit mitnimmt reichen für doppelt so viele! Die blauen Flecken an Armen und Beinen sowie den Bauchmuskelkater vom Lachen bleiben einem selbst nach Ende des Urlaubs als Erinnerung noch etwas erhalten.

Es war wie jedes Jahr ein unvergesslicher Urlaub!

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