Frauen Freiluft Galerie

Selbst diejenigen, die noch nicht in Hamburg waren, sollten sie kennen: die große Elbstraße! Berühmt berüchtigt für ihren traumhaften Blick auf die Elbe und selbstverständlich vor allem für den Fischmarkt.

Heute bin ich dort weder für das eine noch für das andere unterwegs. Ich begebe mich heute zwischen all den Fischmarktbesuchern auf Entdeckungstour der Frauen Freiluft Galerie.

Um ehrlich zu sein, war ich hier nämlich schon sehr oft – aufgefallen sind mir die Gemälde vorher nicht.

Seit 1994 existiert dieses Langzeitprojekt schon und umfasst mittlerweile 15 Wandgemälde an architekturhistorisch interessanten Gemäuern. Die Gemälde erzählen über den Wandel weiblicher Wirtschaftskräfte im Hamburger Hafen seit 1900 bis heute und erstrecken sich am nördlichen Elb-Ufer vom Fischmarkt bis Oevelgönne auf knapp 2 Kilometer.

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Direkt neben der Haifisch Bar an der Großen Elbstraße 132 beginnt meine Tour: „Frauenarbeit im Hafen von New York und Hamburg – ein Brückenschlag“. Bereits als ich stehen bleibe ziehe ich die Blicke auf mich, als ich dann noch meine Kamera raushole und das fotografieren anfange, wecke ich entgültig das Interesse meiner Mitmenschen.

Wenige Meter weiter entdecke ich das nächste Gemälde: „Frauen bei der Kaffee-, Tabak- und Bananenernte“.  Das Pärchen, das mir gefolgt ist, blieb mit einem Sicherheitsabstand hinter mir stehen und begutachtet das Kunstwerk.

Das Spiel geht bei „Der Streik der Kaffeeverleserinnen“ und „Frauen in der Fischindurstrie und am Fischmarkt“ so weiter, bis sie mich schließlich darauf ansprechen.

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Die zwei sind sichtlich neugierig was ich für eine Aufgabe hätte – und sie bedanken sich sogar, dass ich sie auf diese tollen Gemälde aufmerksam gemacht habe! Was für ein nettes Paar 😉

Ich mache mich nun wieder allein weiter zu den nächsten Kunstwerken „Frauen zur See – Seefrauen einst und jetzt“, „Für die Frauen vom Dessauer Ufer“ und „Frauen ans Ruder“.

Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich nicht alle Gemälde der Frauen Freiluft Galerie gefunden habe. Manche sind super offensichtlich und springen einen förmlich an, andere wiederum sind sehr gut versteckt – und die, die ich nicht entdeckt habe, sind wohl zu gut versteckt!

Auf meinem Heimweg entdeckte ich allerdings noch ein weiteres kleines Highlight: die Villa E96 (Elbchaussee 96). Ein super futuristisches Gebäude inmitten eines Wohnviertels könnte kaum verrückter sein! Doch dahinter verbringt sich kein normales Wohnhaus. Die 3-Stöckige Villa hat eine Gesamtfläche von 351 Quadratmetern und hat Platz bis zu 120 Personen. Es handelt sich dabei um eine Event-Location. Vielleicht findet dort ja deine nächste Tagung statt 😉

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