Delayed

Perfektes Timing! 18:00 Uhr, und ich bin durch die Sicherheitskontrolle… 18:15 Uhr, geplantes Boarding. Am Gate nehme ich die paar Minuten noch Platz – bis die Durchsage ertönt.

Der Flug verspätet sich um 1,5 Stunden!

Geplanter Start nun: 20:55 Uhr. Geplante Ankunft: 23:40 Uhr.

Die letzte S-Bahn? 0:30 Uhr!

Mit Auschecken, der Fahrt bis nach Altona und Umsteigen – unmöglich zu schaffen…

Bei mir kommt Freude auf! Das wird mein Jahr!

 

Die freundliche Dame am Gate bittet uns in einem sehr guten Deutsch recht zügig ins das Flugzeug einzusteigen. Erst diejenigen, die Preboard haben, dann Group A und schließlich Group B. Wie soll es anders sein, keiner hält sich dran und so kommt es beim Boarding zu einem Stau, da alle mit Group B am Anfang der Schlange stehen! Das Wort „Schlange“ ist in diesem Zusammenhang wohl auch etwas übertrieben; wie ein Bündel Trauben stehen die Passagiere vor der kleinen Dame, die damit beschäftigt ist wieder alle nach hinten zu schicken. Die zwei Damen und ihre ca. 10-Jährige Tochter neben mir haben das Prinzip immer noch nicht verstanden. Das Mädel muckiert sich, dass ich mich vordrängel, also lass ich die drei geduldig vor, in dem Wissen, dass sie Group B sind. Mit einem kleinen Lächeln im Gesicht schau ich ihnen zu wie sie wieder nach hinten geschickt werden.

Ich sehe schon meinem Sitzplatz! Doch bevor meine Freunde erst richtig aufkommen konnte, wird sie gleich zerstört: hinter mit sitzt eine Frau mit einem Kleinkind! Adios Siesta!

Zu meinem Erstaunen ist das Kind ab dem Start mucksmäuschen still! Es war auch nicht das Baby, dass meine Träume störte, sondern die Turbulenzen und Sturmtief Axel. Der Pilot hat jedoch einen super Job abgeliefert und uns alle sicher und ohne Ruckler auf den Boden gebracht!

Trotz Verspätung waren die meisten Passagiere bester Laune, so auch die Stewardess, die uns durch das Boardtelefon in Hamburg begrüßte, sich für die Unannehmlichkeiten entschuldigte und uns noch einen schönen Abend wünschte. Sie konnte sich ihr Lachen nicht verkneifen. Mehrmals musste sie ihre Durchsage unterbrechen, da sie kaum ein Wort rausbrachte vor Lachen. Was wohl so lustig war? Wir werden es wohl nie erfahren!

Nach einer S-Bahnfahrt nach Altona, der Busfahrt in die Fruchtallee und einer super netten Auskunft eines Busfahrers, 20 Minuten warten in der Eiseskälte um 1 Uhr nachts und einer weiteren Busfahrt nach Hause war ich endlich (!) um 1:32 Uhr Zuhause!

 

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