Wie eine Prinzessin

Palma ist vorbei, in Berlin bin ich fertig und bald geht es in das sächsische Kaff Mittweida. Vorher statte ich aber noch meinen Freunden in Würzburg einen Besuch ab. Zwei Tage verbrachte ich bei meiner Freundin Katrin. Zwei Tage die wieder meine Erinnerungen aus der Jugend aufleben ließen und meine Lachmuskeln bis zum Maximum beanspruchten. Bei einem Brücken-Schoppen auf der alten Mainbrücke wurde uns beiden klar wie alt wir geworden sind: 11 Jahre Freundschaft verbindet uns bereits…!

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Auf unserem Tagesprogramm stand abgesehen von Alkohol, Essen und jede menge Spaß auch etwas Kultur. Von der alten Mainbrücke konnte man unser Ziel bereits begutachten: die Marienfestung.

Bei strahlendem Sonnenschein kämpften wir uns Stufe für Stufe höher. Bei der nächsten freien Bank nutzen wir meine Foto-schießen-Sucht aus und machten eine kleine Pause. Von der Bank aus hatten wir freien Blick auf das Heizkraftwerk von Würzburg. Entworfen von den Brückner und Brückner Architekten aus Würzburg – woher ist das weiß? Zu meiner Theresianum-Zeit hatte ich die Möglichkeit im Rahmen meiner P-Seminararbeit zum Abitur ein Interview mit einem der Architekten-Brüder zu führen, u.a. auch über die Architektur dieses Kraftwerks und wie sie versucht haben es mit der Fassade in die Landschaft der Weinberge einzufügen. Katrin staunte nicht schlecht 😉

Wenige Höhenmeter später bot sich schon das nächste Päuschen an. Eine Aussichtsplattform mit einem traumhaften Blick über Würzburg.

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Wir liefen auf das erste Hoftor zu. Ich dachte schon wir haben es gleich geschafft: Pustekuchen! Es folgte noch einmal ein kurzer knackiger Anstieg bevor wir das Haupttor der Festung erreichten.

Wir gingen durch das Haupttor und tauchten in eine andere Welt ein. Wir versetzten uns tausende Jahre zurück. Die beeindruckenden Gebäude strahlten historisches aus.

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Märchenhaft kletterte Efeu die Fassaden hinauf. Einsam stand ein Turm mitten auf dem Hofplatz, es sah aus als wäre er dem Grimms Märchen Rapunzel entsprungen.

Wir liefen an den Mauern entlang, schauten hinab auf Würzburg, hinüber zum Käppele oder die hohen Außenwände hinauf. Gingen durch Tore und Gänge und gelangten schließlich zu meinem Highlight des Tages: einem hübsch angelegten Garten der über elegante Treppen zu erreichen ist.

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Ich glaube ich habe von diesem Blick gefühlt über 100 Bilder. Katrin erlebte an diesem Tag die volle Dröhnung was es heißt mit mir so einen Ausflug zu machen! Man muss ja auch genügend Bilder machen um später eine gute Grundlage zu haben 😉

Ich habe mich einfach in diesen Ausblick verliebt! Diese Kulisse, die Architektur und dazu noch dieser Blick auf Würzburg. Kaum Menschen, die pure Stille und eine gute Unterhaltung mit Katrin – was will man mehr.

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Einfach mal den Kopf ausschalten, den Moment genießen und alle Eindrücke aufsaugen – das machen wir heutzutage viel zu wenig. Die letzten Tage in Würzburg haben mir wieder richtig Kraft gegeben und ich freue mich schon auf den nächsten Besuch!

Bis dahin genieße ich noch ein wenig den Ausblick! 🙂

3 Kommentare

  1. so nah und doch soweit,
    ja, ja, das schöne Würzburg, was du so alles weißt (auch ohne Wikipedia)
    manch einer kennt sich auf der anderen Seite der Welt besser aus als in der Heimat

    Gefällt 1 Person

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