Das goldene Dachl von Innsbruck

Heute steht uns die letzte Etappe von unserem Roadtrip zurück in das Good Old Germany bevor. Nach meinem – seit langem – wieder ersten guten deutschen Frühstücksbuffet in Freienfeld im Hotel Post geht es mal wieder zurück ins Auto und ab nach Hause!
Pünktlich wie die Maurer sind wir wieder on the road. Doch uns wird schnell klar, dass, wenn wir so gut durchkommen, wir viel zu früh in Bamberg sein werden. Da hat der Bierkeller noch garnicht offen! Nach einem kurzen Stop an der Europabrücke, wo sich todesmutig die Bungeespringer in die Tiefe stürzen, entschließen wir uns spontan nach Innsbruck zu fahren. Wie oft sind wir schon als wir in den Urlaub sind an Innsbruck achtlos vorbeigefahren. Heute erkunden wir mal, was wir jahrelang verpasst haben, zumindest was ich verpasst habe. Meine Eltern waren bereits einmal in Innsbruck. Natürlich packt Papa auch erst einmal die alten Geschichten aus, als er mit Opa hier war und noch selbst gefilmt hatte.

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Parkplatz war schnell gefunden. Rein in die Tiefgarage, Auto abgestellt und ab in die City von Innsbruck. Unser Parkplatz ist ziemlich zentral gelegen. Nur wenige Meter zu Fuß, an verschiedenen Lokalen und Restaurants vorbei, kommen wir auch schon so langsam in der Fußgängerzone an. Weil heute Sonntag ist, hat natürlich nichts offen, abgesehen von den vielen Cafés und Eisdielen.

Zu geizig für einen Euro einen Stadtplan zu kaufen, liefen wir auf gut Glück weiter, immer auf der Suche nach dem goldenen Dachl. Das kennt nämlich mein Herr Vater immer noch aus seiner Jugend. „Hier ist mein Vater noch mit dem Auto durchgefahren. Kannst du dir das vorstellen?“, fragte er mich in seiner typischen unnachahmlichen Art.
Wie der Zufall so spielt, bzw. wenn man so klug ist und den Massen von Touristen einfach folgt, steht man auch ganz plötzlich davor: das goldene Dachl!

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Vielleicht fragt sich der ein oder andere was es überhaupt damit auf sich hat… zumindest ging es mir so.

2.657! Mit 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln ist das Dachl geschmückt und sogar noch im Original erhalten. In Auftrag gab es damals um 1500 der Kaiser Maximilian I. Heute ist es ein Museum, das einen in die damalige Zeit entführt und die Geschichte dieses Bauwerks und seines Erbauers erzählt. 

„Nutze jeden Augenblick, lass keinen Tanz im Leben aus, mitnehmen kannst du nichts.“

So soll der Spruch auf dem Schriftband auf den Reliefs des berühmten Goldenen Dachls lauten. Dabei handelt es sich jedoch um Mutmaßungen, denn der Schriftzug gilt bis heute als nicht entziffert.

Doch meine Aufmerksamkeit liegt nicht auf dem goldenen Dachl, einer der schönsten Sehenswürdigkeiten in Tirol, sondern ganz woanders. Da ist ein Hund! Ein Hund der einen Hut trägt. Die Menschen lassen sich immer verrücktere Sachen einfallen um Geld zu verdienen! Aber süß schaut er damit schon aus.

Doch wir wollten nicht nur den berühmten Dackel mit dem Hut sehen und das goldene Dachl, sondern ein wenig durch die Gassen Innsbrucks schlendern. Dabei wurden wir Zeugen um Punkt 12 Uhr von dem Glockenspiel von St. Jakob.

Innsbruck from Piarazzi on Vimeo.

Und wenn wir schon einmal in Innsbruck sind, müssen wir natürlich auch zu dem Namensgeber dieser wunderhübschen Stadt gehen: dem Inn. Das Innufer ist so ein typisches Postkartenmotiv. Der Fluss mit der bunten Häuserzeile und den Bergen in Hintergrund sehen traumhaft aus. Wahrscheinlich deshalb habe ich mindestens 100 Fotos davon auf meiner Kamera.

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Von hier treten wir auch wieder unseren Heimweg an. Vorbei am goldenen Dachl durch die Akarden und die Fußgängerzone sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt: der Triumphpforte!

Hier in Innsbruck ist mir außerdem noch etwas aufgefallen. Nämlich die Mülleimer! Verrückt aber war. Hier hat man mit einer tollen Marketingidee die ollen Mülleimer aufgepeppt! Dies artete sogar so aus, dass ich auf dem Heimweg nur noch auf die grau-roten Mülleimer fixiert war. Denn auf denen waren originelle Sprüche aufgeklebt. Klasse Idee, da werfe ich doch gerne meinen Müll hinein!

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Jetzt ist es nur noch ein Katzensprung nach Hause… nach vier Tagen ist es endlich soweit. Palma ist endgültig abgeschlossen. Bamberg hat mich wieder – aber nur für kurze Zeit, denn das nächste Abenteuer wartet bereits!

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